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Dissoziale Persönlichkeitsstörung

Die Anzeichen und Lösungen bei einer dissozialen Persönlichkeitsstörung

Die dissoziale Persönlichkeitsstörung wird meist auch als antisoziale Störung bezeichnet und kennzeichnet sich dadurch, dass eine Person ständig die sozialen Normen missachtet und dabei seine eigenen Ziele rücksichtslos durchsetzt. Schon Kinder können ein solches Verhalten aufzeigen, wobei Sie es dadurch erkennen, dass die Kinder die Regeln missachten, die Schule wiederholt schwänzen, Sachen stehlen, mutwillig Dinge zerstören und ständig lügen. Werden die Kinder groß, dann neigen diese meist zu einem kriminellen oder gewalttätigem Verhalten. Gerne werden Gesetze übertreten und ein hohes Risiko eingegangen. Zudem können diese Menschen nur schwer mit Frustrationen umgehen und neigen zu einem aggressiven Verhalten. In der Regel führen negative Erfahrungen oder Strafen auch nicht zu dem gewünschten Erfolg, sondern diese Menschen beharren auf ihren Taten.

Antisoziale Störung | Andere Varianten

Allerdings zeigt sich die dissoziale Persönlichkeitsstörung nicht immer so. Manche Menschen, so auch  eltern diagnose störung antisozialen lernen, beziehungen ursachen gewalt Kinder, sind sozial gut angepasst und sogar beruflich erfolgreich. Aber der Charakter unterscheidet sich deutlich von „normalen“ Menschen. Insofern sind Personen mit einer antisozialen Persönlichkeitsstörung meist recht kühl und abweisend. Sie haben auch keine Schuldgefühle oder Verantwortungsbewusstsein, falls sie jemand anderem Schaden zufügen. Manipulationen sind ein weiterer Eckpfeiler der dissozialen Persönlichkeitsstörung. Insofern können solche Menschen leicht die Gefühle von anderen erkennen und diese für ihre Zwecke ausnutzen.

Eine verminderte Form: Der antisoziale Persönlichkeitsstil

Nicht immer muss sich die dissoziale Persönlichkeitsstörung in einem solch extremen Bild zeigen, sondern es gibt auch leichte Abwandlungen. Einer dieser Unterarten ist der antisoziale Persönlichkeitsstil. Zwar ähnelt der antisoziale Persönlichkeitsstil der dissoziale Persönlichkeitsstörung, jedoch ist diese weniger stark ausgeprägt. Somit legen solche Menschen und Kinder ein abenteuerlustiges und risikofreudiges Verhalten an den Tag. Gerade ein selbstbestimmtes Verhalten ist ein Indiz dafür, dass ein antisozialer Persönlichkeitsstil vorliegt. Sie wollen immer die eigenen Interessen verfolgen, wobei ihnen die Gefühle oder Wünsche der anderen Menschen nicht wichtig sind. Besonders, wenn es um verbale Geschicklichkeit sowie schnelles Handeln geht, wirken antisoziale Menschen sehr kompetent. Vor allen in Berufen, wo eine hohe Risikobereitschaft gefordert wird, sind solche Personen erfolgreich. Deswegen liegt ein solches Verhalten beispielsweise bei einigen Sportlern oder Menschen im Hochbau/Tagebau vor.

Die typischen Symptome einer dissozialen Persönlichkeitsstörung

Nicht alle Kinder oder Menschen, welches ein antisoziales oder abweisendes Verhalten an den Tag legen, leiden direkt unter der dissozialen Persönlichkeitsstörung. Es gibt Punkte, welche bei der DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) auftreten müssen, damit eine dissoziale verhalten menschen dissoziale persönlichkeitsstörung antisoziale person Persönlichkeitsstörung festgestellt werden kann. Um die Diagnose zu stellen, muss die Person mindestens 18 Jahre alt sein. Sicherlich zeigen auch einige Kinder das auffällige Verhalten. Meist beginnt dieses ab dem 15. Lebensjahr. Zu beachten gilt, dass die Symptome nicht in Laufe einer Schizophrenie oder manischen Depression auftreten. Um eine dissoziale Persönlichkeitsstörung zu diagnostizieren, müssen mindestens drei der folgenden Kriterien erfüllt werden:

– Die Betroffenen können sich nicht an die Gesetze oder gesellschaftliche Normen anpassen.
– Das Verhalten kann als falsch eingestuft werden, weil die Menschen wiederholt lügen, betrügen oder Decknamen gebrauchen.
– Ein impulsives Verhalten sowie die fehlende Möglichkeit voraussichtlich zu planen.
– Sie sind reizbar und aggressiv, wobei Schlägereien und Überfälle keine Seltenheit sind.
– Es wird rücksichtslos die eigene und die Sicherheit anderer Menschen missachtet.
– Das Verhalten ist verantwortungslos und meist sind sie nicht in der Lage, eine Tätigkeit dauerhaft auszuüben.
– Falls sie andere Menschen oder Kinder kränken, zeigen diese keine Reue.

Antisoziale Persönlichkeitsstörung – Die Behandlungsmöglichkeiten

Wurde eine dissoziale Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, gibt es mehrere Möglichkeiten, wie diese behandelt werden kann. Im Vordergrund steht eine psychotherapeutische Behandlung. Das Ziel dieser Behandlung ist, dass Verhalten des Patienten zu verändern. Somit sollen Aggressivität, Gewalttätigkeit und kriminelles Verhalten reduziert oder behoben werden. Deshalb wird viel Wert auf die zwischenmenschlichen sowie sozialen Kompetenzen gelegt. Es ist wichtig, dass der Patient eine verbesserte Kontrolle über seine Impulse erlangt, die in der Regel zu einem strafbaren Verhalten führen. Zudem ist es wichtig, dass das Einfühlungsvermögen der Betroffenen gefördert wird, insbesondere in Hinsicht auf deren Opfer. Ebenso werden Strategien übermittelt, wodurch die Kinder und Patienten lernen, dass diese nicht in ihre alten Muster zurückfallen. Damit eine erfolgreiche Behandlung der dissozialen Persönlichkeitsstörung stattfinden kann, sollte ein gewisser Ansatz von Schuldbewusstsein vorliegen. Darüber hinaus arbeiten Patienten meist eher mit, wenn diese diverse andere psychische Probleme, wie Ängste oder Depressionen, haben.

Antisoziale Persönlichkeitsstörung: Was tun, wenn Probleme auftreten?

Die dissoziale Persönlichkeitsstörung kann nicht über Nacht behoben werden, wobei Sie auf verschiedene Schwierigkeiten stoßen können. Das größte Problem ist, dass die meisten Kinder und Erwachsene nicht freiwillig an einer Therapie teilnehmen, sondern von den Eltern oder dem Gesetz dazu gezwungen werden. Deswegen nehmen die meisten Personen direkt eine aggressive Haltung ein und wollen sich nicht ändern. Manche nehmen auch das Therapieangebot gegen die dissoziale Persönlichkeitsstörung nur in Anspruch, weil sich das im Gefängnis oder dem Lebenslauf gut macht. Deshalb ist es wichtig, dass der Patient motiviert wird. Es hilft viel, wenn schon der Therapeut an die Kinder und Erwachsenen glaubt und diese unterstützt. Optimal ist es, wenn die Therapie ganz dem Verhalten sowie Bedürfnissen des Patienten angepasst wird. Hingegen hat eine Therapie gegen das antisoziale Verhalten mit hohen Strafen oder Abschreckung bei vielen Patienten nicht zum Erfolg geführt.

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